ACD - Agency for Cultural Diplomacy
ACD - Agency for Cultural Diplomacy

ACD-SDG 16

 

Friedenskultur im Nachhaltigkeitsdiskurs aus gendertheoretischer Perspektive

Frauen.Frieden.Nachhaltigkeit: Rosa M.

 

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen besagt:

Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

 

Beim Unterziel SDG 16.10 wird gefordert, im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften und völkerrechtlichen Übereinkünften den öffentlichen Zugang zu Informationen gewähr zu leisten und die Grundfreiheiten zu schützen.

 

Ein fixer Bestandteil des Zielekatalogs der Agenda2030 ist das eigenständige Ziel zur Erreichung der "Gleichstellung der Geschlechter und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen" (SDG 5). Im Begriff der Nachhaltigkeit wird hier somit auch die geschlechterbezogene Macht- und Herrschaftsperspektive in die Prozesse inkludiert. Darüber hinaus ist die systematische Einbeziehung einer Genderperspektive bei der Implementierung der Agenda 2030 entscheidend, wie dies auch in der Präambel der Agenda festgehalten wird. Gender Mainstreaming ist mit konkreten Unterzielen zur Geschlechtergerechtigkeit in vielen anderen SDGs – unter anderem in den Bereichen Armut, Bildung und Gesundheit – in der Agenda 2030 verankert. Damit wird bestätigt, dass die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit gleichzeitig eine Grundvoraussetzung als auch ein wichtiger Ziel- und Maßnahmenbereich für nachhaltige Entwicklung ist.

 

Friedensbegriff aus feministischer Perspektive ist eng mit Gerechtigkeit verbunden, wenn es darum geht, den strukturellen Gewaltursachen zu begegnen und Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Dimensionen und Ebenen zu realisieren, wie beispielsweise die ungerechte Verteilung von Einkommen, die mangelnde Anerkennung und die fehlende Repräsentation insbesondere von Frauen in friedenspolitischen Maßnahmen zu überwinden. 

(Vgl. Wisotzki, Simone, 2005: Gender und Frieden. Plädoyer für den Dialog über Differenzen. In: Jahn, Egbert/Fischer, Sabine/Sahm, Astrid (Hg.): Die Zukunft des Friedens. Die Friedens- und Konfliktforschung aus der Perspektive der jüngeren Generation. Wiesbaden, 111-130

 

Die Resolution 1325 des UNO Sicherheitsrats zu Frauen – Frieden – Sicherheit (UNSR 1325) anerkennt, dass Frauen und Männer in bewaffneten Konflikten unterschiedlich betroffen sind und dass sowohl bei der Prävention von Konflikten wie auch bei der Wiederherstellung eines friedlichen Zusammenlebens Frauen und Männer gleichermaßen eingebunden werden und mitsprechen müssen. In der Studie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSCE zu Nationalen Aktionsplänen zur Implementierung der UN Resolution 1325 heisst es:

„The fact that many women participate in peace-building networks during conflicts does not necessarily mean that they are essentially more peaceful than men,

but they are rendered a very different role in society with other opportunities and constraints on their actions.

Women should be included in peace-building efforts in order to present their perspective and their interests on these issues

because it is their democratic right to do so.“

 

Ausgehend von der Leitidee der UNESCO, die besagt,

„Wenn die Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Friede im Geist der Menschen verankert werden" 

wird angenommen, dass Menschen über einen geistig verankerten Krieg- und Friedens-Habitus verfügen und dass sie in einem komplementären Beziehungssystem die Kultur des Friedens denken können.

 

Friedensfähigkeit als gender-neutrale Denk-und Handlungsfähigkeit wurde von österreichischer Musikerin, Komponistin, Kulturphilosophin und Gender- und Friedensforscherin Rosa Mayreder wie folgend beschrieben:

„Die Menschheit kann nur dann einen dauerhaften Frieden erlangen, wenn die ‚weiblichen Qualitäten‘ aktiv in die politische und soziale Gesellschaftsordnung einbezogen werden.“

Mayreder brachte in ihren Essays offen ihre Forderung nach Veränderung der Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern zum Ausdruck und vertrat diese in der Ansicht, dass das Verhältnis zwischen Mann und Frau nicht von der Natur, sondern von gesellschaftlichen Normen bestimmt ist.6

 

ACD-Agency for Cultural Diplomacy Kulturvermittlungsprojekt Rosa M. Frauen.Frieden.Nachhaltigkeit wurde mit Gedanken von Rosa Mayreder zu Friedensbildung und Gleichstellung als Beitrag zur aktuellen gesellschaftlich-politischen Entwicklungen kreiert.

 

Projektaktivitäten:

 

  1. Mediapromotion R. Mayreders Gedanke zu Friedensfähigkeit in Deutscher und in weiteren Sprachen über ACD-Mediaseiten. Hierzu wurde eine Memo-Karte Rosa Mayreder kreiert. 

 

      2. „Orange Feather greet“- Karte wurde jährlich zu „Orange your world“-

          UN Women Initiative gegen Gewalt an Frauen/Mädchen über digitalen Medien

          verbreitet; Workshop und Talk Session für Kinder, Jugendliche und

          Erwachsenen zu Gewaltprävention, Verhandlungsfähigkeit, Umgang mit

           Konflikten und Sprachgewalt

 

     3. Taube Frieda sucht Freunde: Workshop und Talk Session für Familien

         und Kinder ab 4 J.  Frieden mitleben, mitdenken, mitgestalten.

 

     4. AirPower CD-tours: Kulturdiplomatie und Friedensbildung bei internationalen

          Aeromeetings am Beispiel von AIRPOWER Austria Veranstaltungen.

          Exkursionen und Storytelling Workshops

 

     5. F*Air: Women in Air, AG Piloting: storytelling 

         Friedensbildung und die nachhaltige Entwicklung mit der ACD-Botschafterin,

         eine Agrarpilotin aus Brasilien, Joelize Friedrichs im Rahmen der

         Initiative F*Air.

       

     6. Vermittlungsprojekt „1,2,3, Airpower! zum Europäischen Tag der Sprachen:

         generationsübergreifend mit Papierflugzeugen und Bilder von Kunstflugstaffeln,

         europäische Sprachenlandschaft kennenlernen. 

 

ACD-Verein ladet zu Kooperation ein und präsentiert ihre Vermittlungsformate in Museen, Kulturvereinen, online und inhaus.

 

Vorhandenes Vermittlungsmaterial (Memo-Karten Rosa M., Orange feather #UN women16days, Erzählung „Taube Frieda sucht Freunde“, Pappierflugzeuge für Kunstflugstaffeln, u.a.) kann bei Interesse angefordert und auch für diverse Zielgruppe neu kreiert werden.

 

Kontakt: info@acdvienna.org Betreff: SDG16+5

 

Tatjana Christelbauer

 
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